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Berufsbild Fachwirt
Geschichtliche Entwicklung 
Seit vielen Jahren haben Facharbeiter in der gewerblichen Wirtschaft die Möglichkeit, nach Ablegen der Gesellenprüfung und Erlangen des Facharbeiterbriefes unterhalb der Fachhochschule- und Hochschulebene nach entsprechender beruflicher Praxis sich für betriebliche Führungsaufgaben als Handwerks- oder Industriemeister zu qualifizieren.

Das Erlangen des Meisterbriefes nach entsprechendem Besuch der Lehrgänge und Ablegen der Meisterprüfung qualifizieren den Handwerks- und Industriemeister als eine praxisorientierte Führungskraft, die in allen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft volle Anerkennung gefunden hat.

Die Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben im gewerblichen Bereich der Wirtschaft
ist ohne Ablegung der Meisterprüfung kaum noch denkbar. Ebenso setzt die Übernahme von bestimmten Aufgaben (z.B. Ausbildung der Auszubildenden) das Ablegen der Meisterprüfung voraus.

Im kaufmännischen Bereich der Wirtschaft fehlte bis zum Jahre 1973 eine vergleichbare Fortbildungsqualifikation.

Aufstrebenden Kaufleuten war nur die Möglichkeit gegeben, sich vorwiegend funktionsorientiert fortzubilden (z.B. Bilanzbuchhalter), teilweise bei Fortbildungsträgern, deren Abschlusszertifikat nur auf den jeweiligen Fortbildungsträger zugeschnitten war und von keiner übergeordneten "zuständigen Institution" anerkannt wurde.

Eine weitere Möglichkeit zur Fortbildung von Kaufleuten besteht in der Absolvierung eines Fachhochschul- oder Hochschulstudiums. Hierbei wirken sich das Nachholen von weiterführenden allgemeinbildenden Abschlüssen (Realschule, Abitur) und die relativ lange Studiendauer erschwerend aus. Hinzu kommt der Nachteil durch das notwendige Ausscheiden aus dem beruflichen Arbeitsprozess und die vielfach auftretende Unsicherheit der Wiedereingliederung bei den Fortbildungswilligen.
Weiterbildungskonzeption 

Dieser Mangel im Bereich der kaufmännischen Fortbildung wurde von den Arbeitnehmerorganisationen ebenso erkannt wie von Seiten der Arbeitgeber und es wurden zu Beginn der 70er Jahre verschiedene Konzepte vorgestellt, die diese Lücke beheben sollten.

Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich die beteiligten Verbände und Institutionen auf ein gemeinsames Konzept, das unter Federführung des DIHT stand und unter der Bezeichnung "Fortbildung zum Fachwirt" propagiert wird. Nach dem Konzept des DIHT erfolgt die Fortbildung zum Fachwirt branchenorientiert für die Bereiche:
Bankfachwirt 
Fachwirt für Finanzberatung 
Handelsfachwirt 
Immobilienfachwirt 
Industriefachwirt 
Leasingfachwirt 
Technischer Fachwirt 
Touristikfachwirt 
Verkehrsfachwirt 
Verlagsfachwirt 
Versicherungsfachwirt 
Multimedia-Fachwirt
Public-Relations-Fachwirt
unter dem Gesichtspunkt, dass die Wirtschaft Mitarbeiter braucht, die in der Lage sind, über ihre funktionsspezifischen Kenntnisse hinaus Betriebsabläufe in ihrem Gesamtzusammenhang zu erkennen und zu beurteilen.

Aufbauend auf eine praktische Berufserfahrung besitzt der Fachwirt gemäß dieser Konzeption nach einer systematischen Fortbildung ein vertieftes, auf den Wirtschaftszweig bezogenen Fachwissen, welches ihn zur Erfüllung qualifizierter Sachaufgaben und zur Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben der mittleren Ebene befähigt.

Seit 1973 wird die Fortbildung zum Fachwirt von div. Fortbildungsträgern durchgeführt und von den Industrie- und Handelskammern als den nach dem BBIG "zuständigen Stellen" durch eine Prüfung abgeschlossen.
Wer braucht berufliche Fortbildung 

"Jeder, der im Beruf steht, braucht berufliche Förderung."

Sie sichert und verbessert die persönlichen Chancen im Berufsleben. Sie kann nachteilige Folgen mindern, die zum Beispiel durch technische Entwicklungen oder wirtschaftliche Veränderungen entstehen. Sie verhilft gegenüber anderen Bewerbern zum höher qualifizierten und darum besser bezahlten Arbeitsplatz. Sie schafft ferner gute Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg, und zur Erhaltung des Arbeitsplatzes.

Wie eine Umfrage des DIHT ergab, sind rd. zwei Drittel der geprüften Industriefachwirte in Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten tätig. Aber auch im arbeitsteiligen Großbetrieb findet der Industriefachwirt interessante und befriedigende berufliche Aufgaben. Schwerpunkte des beruflichen Einsatzes sind hier das betriebliche Rechnungswesen und die Absatzwirtschaft, in denen Positionen vom Hauptsachbearbeiter über den Gruppenleiter bis zum Abteilungsleiter wahrgenommen werden können.

Die Prüfung zum Industriefachwirt öffnet vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten und bietet gute Chancen für einen beruflichen und sozialen Aufstieg.

Im Wettbewerb mit Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten, die inzwischen auch Positionen einnehmen, die früher nahezu ausschließlich dem betrieblich ausgebildeten Praktiker vorbehalten waren, bringt der Industriefachwirt seine langjährige Berufspraxis ein, die ihn in Verbindung mit der systematischen und praxisbezogenen Weiterbildung für verantwortungsvolle Führungsaufgaben qualifiziert.

Diesen Vorsprung an kaufmännischem und praktisch-betrieblichem Know-how muss er aber durch gezielte Aktualisierung seiner beruflichen Kenntnisse immer neu absichern.
Voraussetzungen 

Generelle Basis für die berufliche Aufstiegsbildung im Rahmen der DIHT-Konzeption ist eine betriebliche Berufsausbildung sowie einige Jahre einschlägige Berufserfahrung.

Die speziellen Zulassungsvoraussetzungen sind bei den Industrie- und Handelskammern zu erfragen.
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